„Liebe Löningerinnen und Löninger, die Pandemie hat uns zurzeit hart im Griff und stellt alle Einwohnerinnen und Einwohner vor große Herausforderungen. Da wir eine Region mit bislang immer sehr niedrigen Infektionszahlen waren, trifft uns der derzeitige Anstieg der Zahlen umso härter, aber nicht unvorbereitet. Die Stadt Löningen steht im ständigen Kontakt mit dem zuständigen Landkreis Cloppenburg. Dieser Kontakt ist seit der vergangenen Woche noch einmal erheblich intensiviert worden. Durch eine bislang beispiellose Testkampagne werden hoffentlich sämtliche Fälle identifiziert und die Kontakte nachverfolgt. Das Gesundheitsamt des Landkreises arbeitet hier jenseits der Belastungsgrenze, auch am Wochenende. Dafür kann man nur dankbar sein und die Mitarbeiter unterstützen, in dem z.B. das Bürgertelefon nur für wirklich notwendige Anrufe genutzt wird.

Der Landkreis hat für dieses Wochenende eine Allgemeinverfügung erlassen, die nur für die vier Südkreisgemeinden gilt. Diese Allgemeinverfügung beinhaltet Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Raum und Einschränkungen für die Gastronomie. Statt einer ebenfalls erwogenen vollständigen Schließung, hat der Landkreis auf meinen Vorschlag zunächst nur zeitliche Beschränkungen ab 22 Uhr vorgesehen. Ich halte den bisherigen Kurs der zuständigen Behörden für richtig und finde mich dabei in großer Übereinstimmung mit den Bürgermeisterkollegen aus dem Landkreis.

Ich hoffe auf Verständnis der Gastronomiebetriebe und appelliere an die Löninger Bürger, der heimischen Gastronomie die Treue zu halten. Im Großen und Ganzen werden die Hygiene- und Abstandsregelungen vorbildlich umgesetzt. Das bestätigen auch die Kollegen von der Polizei, die ihre Streifentätigkeit schon in der vorvergangenen Woche intensiviert hat. Die Kontrolldichte wird in der kommenden Zeit, auch durch gemischte Streifen, noch einmal erhöht. Ich hatte heute die Gelegenheit, dem Einsatzleiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Herrn Polizeidirektor Walter Sieveke, für das Engagement herzlich zu danken.

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Maßnahmen rasch ihre positiven Wirkungen entfalten werden und die Infektionszahlen wieder sinken. Auch wenn wir zum Glück bislang eher milde Verläufe mit sehr wenigen stationären Aufenthalten haben, ist nach wie vor Vorsicht geboten; so lange, bis es eine Therapie und/oder einen Impfstoff gibt. Eindämmen und bekämpfen können wir das Virus aber nur gemeinsam und zwar durch Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln.

Das hat in der Vergangenheit insgesamt gut geklappt. Und auch die jetzige Krise werden wir wieder in den Griff bekommen, wenn möglichst alle mitwirken. Für Ihr Verständnis und Ihre Mitwirkung darf ich Ihnen auch im Namen des Rates und der Verwaltung herzlich danken und für die Zukunft alles Gute, vor allem Gesundheit wünschen sowie den Erkrankten rasche und vollständige Genesung.“

Quelle:
Bericht der Münsterländischen Tageszeitung vom 19.09.2020

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